Rückblick und Ausblick

Posted By karin

Noch zwei Wochen, dann sind Ferien. Ich fuehle mich mehr als Urlaubsreif.

Anfang Oktober habe ich mit Freunden das Day Care Center renoviert und gestrichen. Wie ich leider festestellen musste laesst sich ein über 150m² grosses Center nicht in drei Tagen streichen, ich habe diese Aktion tatsaechlich komplett unterschaetzt… 12 Stunden am Tag eine Woche lang haben wir gearbeitet. Ich bin jeden Abend erschoepft in mein Bett gefallen und hatte das Gefuehl es nimmt kein Ende ;-) Aber es hat sich natuerlich gelohnt. Jetzt strahlt das Center in Sonnengelb! Die Eltern und Kinder sind total begeistert. Die Farbe habe ich aus euren Spenden und Suedafrikanischen Spenden gekauft. Waehrend wir drinnen gestrichen haben, haben wir einen kleinen Gemuesegarten von Cadbury (Suedafrikanische Schokoladenfabrik) gespendet bekommen. Jetzt ernten wir unseren eigenen Spinat, Zwiebel, rote Beete, Tomaten und Kohl. Allerdings sind die Wetterbedinungen in Motherwell oft zu stürmisch (durchschnittlich bläst in Motherwell der Wind 40km/h) und zu viel Sonne. Vor allem die Tomaten sehen schon sehr mitgenommen aus. Wenn ich bis naechstes Jahr noch ein bißchen Geld zusammen bekomme, möchte ich Sonnensegel darüber spannen die das Gemüse vor Wind und Sonne schützen. Während der Streich- und Gemüsegartenaktion haben die Mitarbeiterinnen und Eltern haben an einem erste Hilfe Kurs teilgenommen. Alles in allem eine sehr ereignissreiche Woche. Die Bilder koennt ihr in der Galerie sehen.

Nach der Streichaktion habe ich zwei Tage Urlaub genommen und bin über ein verlaengertes Wochenende mit Freunden auf ein Festival gefahren. Es war wunderschoen, die Landschaft war atemberaubend und ich konnte mich so richtig entspannen.
Ein paar Wochen später habe ich mich von Freunden überreden lassen zu surfen. Drei Jahre in Sueadfrika und noch nie auf einem Surfbrett gestanden?! Unglaublich aber wahr. Diejenigen die mich besser kennen wissen das ich keine Wasserratte bin und eher bräunen am Strand bevorzuge als mich ins Wasser zu stürzen. Aber gut, ich und meine Mitbewohnerin haben die Bretter auf den Beetle geschnallt und los gings (siehe Fotos). Und letztendlich hat es mich doch gepackt. Sobald gute Wellen in Aussicht sind gehts ab an den Strand. Ist zwar noch ne sehr wacklige Angelegenheit, aber macht unglaublich viel Spass. Blaue Flecken und Prellungen inklusive… Aber das gehört wohl am Anfang dazu, habe ich ich mir sagen lassen.

Neben dem ganzen “Freizeitstress” haben wir letztes Wochenende an einem Rollstuhlrennen teilgenommen. Mit dem APD Bus und 8 Rollstuhlfahrern sind wir nach Jeffreys Bay gefahren um 2,5km um durch Jbay zu fahren, rennen. War super anstrengend, ich habe null Kondition und mein “Fahrer” hatte die klare Absicht Erster zu werden. Mit mir als “Anschieber” hatte er jedoch schlechte Karten und wurde nur Achter (von Elf Teilnehmern)… Er hat die Niederlage mit Humor genommen und meinte dass er sich das naechste Mal bei der Auswahl des “Anschiebers” nicht von langen blonden Haaren beeindrucken lassen wird sondern auf die sportlichen Qualitäten achten wird… Beim anschliessendem Grillabend mit Freunden war der Wettkampf dann auch schon wieder vergessen.

Ich hoffe ihr genießt den Deutschen Winter, und habt alle eine erholsame Vorweihnachtszeit. Hier ist es wie jedes Jahr schwer in Weihnachtsstimmung zu kommen, aber mit Ausblick auf 4Wochen Ferien lassen sich auch die schmelzenden Schokoweihnachtsmaenner besser ertragen ;-)

Ausblick:

Ach ja und zu guter letzt, befinde ich mich mal wieder in der Warteschleife für mein nächstes Visum. Home Affairs lässt sich wie immer viel Zeit mit der Entscheidung. Dieses Mal habe ich ein sogenanntes “Exceptional Skills Permit” beantragt. Alles in allem habe ich 150 Dokumente eingereicht die bezeugen dass meine außergewöhnlichen Fähigkeiten in Südafrika benötigt werden. Jetzt heißt es Daumen drücken! Wenn die Südafrikanische Regierung meinem Antrag zustimmt, kann ich mich weitere drei Jahre im Land aufhalten und Arbeiten wo und wie ich möchte. Sprich, ich könnte mich sogar selbständig machen oder für die Regierung arbeiten. Das würde dann auch endlich bedeuten dass ich ein Gehalt bekomme das mir so einiges mehr ermöglicht als im Moment. Die Bearbeitungszeit kann sich jedoch bis zu einem Zeitraum von 6 Monaten ausdehnen. Und falls es abgelehnt wird muss ich innerhalb von ZWEI WOCHEN das Land verlassen, da mein aktuelles Visum in einer Woche ausläuft. Ein sehr ungutes Gefühl mein Schicksal der Südafrikanischen Regierung zu überlassen aber ich kann mich nicht ewig auf einem “Besuchervisum” ausruhen.

Dez, 04.12.2011 - 12:06 Uhr

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Posted By karin
Sep, 17.09.2011 - 23:01 Uhr

izingqala bedeuted Trauer

Posted By karin

Diese Woche ist eines meiner Kinder im Center gestorben. Asakhe Sobekwa, ist gerade mal drei Jahre alt geworden. Meine Gedanken drehen Kreise, Warum? Wir teilen unseren Schmerz und unsere Tränen, versuchen Erklärungen zu finden. Alle rücken näher zusammen, es wird viel gebetet und gesungen. Es fühlt sich an als schweißt uns der Verlust noch enger zusammen. Trotzdem stelle ich mir jeden Tag die Frage, Warum? Was hätte ich tun können? Hätte ich es verhindern können? A Heartache that can not heal but in our minds we will keep memories no one can steal.

Sep, 09.09.2011 - 17:39 Uhr
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